Lilienfeld

Wandern und Kultur im waldreichem Gebiet Lilienfeld.

Lilienfeld Ortsteil Marktl

Die Jahrhundertalte Tradition des Ortsteiles Marktl als Industriestandort hat für die Stadtgemeinde Lilienfeld eine große Bedeutung. Die aluminiumverarbeitenden Betriebe der Neuman-Firmengruppe haben sich mit ihren Produkten am Weltmarkt bestens positioniert. Neben vielen anderen Erzeugungen werden Teile für die Autoindustrie, wie Hülsen für Airbag oder Schalthebel, hergestellt. Das bekannteste Produkt ist das PREFA-Dach. Rund 700 Menschen aus der Region finden hier Arbeit und Beschäftigung.

Marktl – Geschichte

Unter Abt Stephan ist am 5. Februar 1390 von dem „Merchtlein ze Lyenveld“ die Rede, die heutige Lilienfelder Katastralgemeinde Marktl. 1775 kaufte Nicolaus Oesterlein, der in Wien eine Gewehrfabrik besaß, den sogenannten Gstettenhammer auf der Rosswiese (heute Österleingasse) und errichtete hier ein Streckhammerwerk. 1799 kaufte Nicolaus Oesterlein auch eine Mühle am Hegnach und errichtete dort ein Eisenwerk. 1832 wurde das Blechwalzwerk in Betrieb genommen. Im Jahre 1880 ging das Werk auf den Wiener Eisenhändler Friedrich von Neuman über. 1945 wurde die Erzeugung von Aluminiumbändern und –blechen aufgenommen.

Bezirksstadt Lilienfeld

Die Babenbergerstadt Lilienfeld ist die Bezirksstadt des waldreichsten Bezirkes Österreichs. Das Stadtbild wird geprägt durch das 1202 gegründete Zisterzienserstift, mit einer großen mittelalterlichen Klosteranlage. Die Basilika ist die größte Kirche Niederösterreichs. Im Jahre 1905 führte der Skipionier Mathias Zdarsky auf den Hängen des Muckenkogels den ersten Torlauf der Skigeschichte durch. Die herrliche Almregion um den 1248 m hohen MUCKENKOGEL wird von einem Sessellift erschlossen und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Geschichte: Im Jahre 1202 gründete Herzog Leopold der Glorreiche das Stift Lilienfeld. Der Name Lilienfeld wird mit der in dieser Gegend vorkommenden Feuerlilie in Verbindung gebracht. Lilienfeld wurde am 8. September 1974 zur Stadt erhoben und ist Verwaltungszentrum für die Gemeinden des Traisenund Gölsentales.

Lilienfeld Ortsteil Schrambach

Funde von Werkzeugen und Waffen aus Stein weisen darauf hin, dass Schrambach schon in der Steinzeit bewohnt war. In der Bronze-Zeit lebte in Schrambach das Volk der Kelten. Heute ist Schrambach ein Ortsteil der Stadtgemeinde Lilienfeld und war bis ins 20. Jahrhundert Bergbaugebiet. In den letzten Jahrzehnten hat sich Schrambach zu einem Wohngebiet mit hoher Lebensqualität entwickelt. Von Bergen umgeben bildet der Hohenstein mit seiner Schutzhütte, als höchster Gipfel mit 1195 m, ein beliebtes Ausflugsziel.

Schrambach – Geschichte

Papst Alexander III spricht in einem Schutzbrief um 1180 von sieben Gütern in Schrenbach (Schrambach), die das Stift St. Pölten von Markgraf Otakar von Steiermark erhalten hat. Unter diesen sieben Gütern ist auch das derzeitige Gasthaus „Hof am Steg“ zu finden, was beweist, dass dieses Gebäude wahrscheinlich das älteste von ganz Lilienfeld ist. Das Zisterzienserstift Lilienfeld wurde 1202 gegründet. Im Jahre 1834 wurde von Carl Oesterlein mit dem Abbau von Steinkohle im „Annastollen“ begonnen. Im Jahre 1963 wurde zum letzten Mal Kohle in Schrambach abgebaut und zwar im Marienstollen am Morigraben.