Mitterbach am Erlaufsee

Ausgangspunkt für beeindruckende Wanderungen in den Naturpark Ötscher-Tormäuer

Am Fuße der 1626 m hohen Gemeindealpe liegt die seit 1905 eigenständige Gemeinde Mitterbach am Erlaufsee (800 m). Die Fremdenverkehrsgemeinde und das Wanderparadies ist ein hervorragender Ausgangspunkt für beeindruckende Wanderungen direkt im Naturpark Ötscher-Tormäuer. Freundliche Beherbergungsbetriebe und gute bodenständige Gastronomie sorgen für das Wohlbefinden der Gäste. 

Pilger, die entlang der „VIA SACRA“ unterwegs sind machen in Mitterbach nochmals Rast, bevor sie die letzte Etappe der Wallfahrt zur Basilika von Mariazell in Angriff nehmen.

Der Josefsberg

Als letzte große Anstrengung vor Erreichen des Marienheiligtums Mariazell galt stets die Ersteigung des „Saurüssels“, wie früher dieser Bergsattel genannt wurde. 1644 ließ der Lilienfelder Abt eine Kapelle zu Ehren des hl. Josef erbauen und fortan benannte man den kleinen Ort nach seinem Kirchenpatron. Kaiserin Maria Theresia war es vorbehalten, hier 1757 im Zuge einer Wallfahrt den Wunsch nach einer eigenen Seelsorgestation auszusprechen. Die um 1830 geschaffenen Seccomalereien von P. Chrisostomos Sandweger im Pfarrhof und die dazugehörende Pfarrkirche, sind es wert hier Rast zu machen und sie zu besichtigen.

Die letzte Etappe

Nach der Überwindung des Josefsberges und Stärkung im „Schöberlhäusel“ erreichten die Pilger über den „Knieriegel“ das Erlauftal mit dem Ort Mitterbach. Nun verlangten die wackeren Kreuzund Fahnenträger ihren Tribut, indem sie die Straße vor der Grenzbrücke zur Steiermark absperrten. Jeder Pilger musste sich hier seinen Weg nach Mariazell freikaufen und einen kleinen Obolus erbringen. Oftmals wurden die Wallfahrer auch mit Erlaufwasser bespritzt. Dies sollte einen glücklichen Verlauf der Wallfahrt garantieren und diente andererseits wohl auch der erfrischenden Abkühlung der ganzen Pilgerschar.