Perchtoldsdorf

Hier wird Gastfreundschaft ganz groß geschrieben

Wiener Wallfahrerweg

Schon im Jahr 1330 wird die Kirche unserer Lieben Frau zu Zell vom Salzburger Erzbischof Friedrich III. als Wallfahrtsort beschrieben. Besondere Blüte erlangte die Wallfahrt nach Mariazell nach der Gegenreformation, als das Haus Habsburg die Basilika zum Nationalheiligtum erhob und Gläubige aus der gesamten Monarchie den heiligen Ort besucht haben. Unter ihnen war um 1830 auch Erzherzog Ferdinand, dessen Begleiter Eduard Gurk in einer Aquarellfolge Kulturschätze und Landschaft festgehalten hat. Aus dieser Zeit stammt auch die Bezeichnung als VIA SACRA, eine heilige Straße, die einer Perlenkette gleich die Stifte, Kirchen und Kapellen zwischen Wien und Mariazell verbindet. Neben den Fußwallfahrern aus Wien machen sich Jahr für Jahr hunderte Perchtoldsdorfer Pilger auf den Weg nach Mariazell. 

Markt Perchtoldsdorf

Perchtoldsdorf ist ein seit rund 1.000 Jahren bestehender Weinort mit rund 17.500 Einwohnern. Mit Unterstützung der österreichischen Landesfürsten entwickelte der Markt bereits im 14. Jahrhundert differenzierte kleinstädtische Strukturen. Die ortsbildprägenden gotischen Bauwerke Burg, Kirche, Wehrturm und Rathaus belegen seine Bedeutung seit dem Spätmittelalter. Trotz der unmittelbaren Nähe zur Großstadt Wien hat sich Perchtoldsdorf sein kulturelles und gesellschaftliches Eigenleben nicht nur bewahren können, sondern es auch weiter entwickelt. Die günstige geographische Lage und ideale klimatische Bedingungen für den Weinbau haben dazu geführt, dass man die Begriffe Perchtoldsdorf, Wein und Gastfreundschaft seit Jahrhunderten geradezu als Synonyme empfindet.