Türnitz

Inmitten von unverfälschter Landschaft begegnen Sie Menschen, die ein intaktes Ortsleben pflegen und Gäste gerne daran teilnehmen lassen.

Die Geschichte geht mit Sicherheit vor das Jahr 1000 zurück. Die ersten Siedler waren Slawen. Im Jahre 1209 wird der Ort in der Gründungsurkunde von Lilienfeld erstmals urkundlich als „Durntze torrens“ erwähnt. Türnitz wurde 1399 durch Papst Bonifaz IX. dem Kloster Lilienfeld inkorporiert.

Wallfahrten

Im 13. Jhdt. begannen die Wallfahrten nach Mariazell. Auch viele gekrönte Häupter verweilten auf ihren Pilgerfahrten in der Gemeinde. Am Michaelitag 1429 starb auf dem Weg nach Mariazell die Gattin von Ernst des Eisernen und Mutter des nachmaligen Kaisers Friedrich III. – Cimbura von Massovien in Türnitz. Bereits um 1900 war Türnitz eine bekannte Ausflugs- und Wallfahrerstation. Der Ort liegt eingebettet in einem waldreichen Talkessel (ca. 84 % Waldanteil) und zählt heute zu einem der beliebtesten Urlaubsziele des Voralpenlandes – Sanfter Tourismus bietet Ruhe und Erholung.

Lehenrotte

Bereits 1182 wird der Ort in einem Urbar des Stiftes St. Pölten erwähnt. Durch die Anordnung Kaiser Josef II., große Pfarrsprengel zu teilen, entstand auch die Pfarre Lehenrotte. Der Pfarrort umfasst die drei nördlichen Katastralgemeinden der Marktgemeinde Türnitz. Lehenrotte ist wegen seiner ruhigen Lage und landschaftlichen Vorzüge für Ruhe- und Erholungssuchende bestens geeignet und besitzt auch eine Reihe von lohnenden Spazierwegen. Lehenrotte liegt an der VIA SACRA, der heiligen Straße, die zu dem 1157 gegründeten Wallfahrtsort Mariazell führt. Viele Gläubige aus der gesamten Monarchie nächtigten und hielten auch Rast im Traisental. Ein solches, von den Pilgern häufig besuchtes Gasthaus, war unter Anderen auch der „Rabenhof“ in Moosbach, der bereits 1460 in den Urkunden des später aufgehobenen Chorherrnstiftes St. Pölten Erwähnung findet.

In der Pfarrkirche befindet sich ein Bild aus dem 17. Jhdt. Dieses Bild ist eine Kopie des Gnadenbildes, welches anlässlich einer Wallfahrt als Dank für die Befreiung aus Türkennot auf den Sonntagberg gebracht wurde.