Weissenbach an der Triesting

Ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen zum Hocheck, Kieneck, Peilstein und zur Steinwandklamm.

Weissenbach, als Sommerfrische, einst die Perle des Triestingtales genannt, liegt im Naherholungsgebiet von Wien, im südlichen Wienerwald am Rande der Voralpen, erreichbar durch Bahn und Bus. Durch Weissenbach führt der Triestingtaler Radweg und mehrere Mountainbikestrecken.

Erste urkundliche Nennung von 1353. Durch Fabriksansiedlungen und Fremdenverkehr erlebte Weissenbach im 19. Jahrhundert einen großen Aufschwung. Mit dem Industriellen Adolf Baron Pittel wurde Weissenbach ein Anziehungspunkt für Künstler, wie den Librettisten Franz Zell, der u. a. die Libretti zu „Der Bettelstudent“ und „Eine Nacht in Venedig“ schrieb, sowie die Maler Franz und Heinrich Lefler, die den Jugendstil nach Österreich brachten und die Freskomalerei an der Volksschule, dem ehemaligen Erholungsheim, schufen.

Im Triestingtaler Heimatmuseum in Weissenbach sind ca. 10.000 Exponate, zusammengetragen aus der Region, zu besichtigen. 

Die Herz-Jesukirche, wurde von Baron Pittel, als erste Kirche von Österreich aus Betonfertigteilen, in den Jahren 1892 bis 1893 im neugotischen Stil errichtet. Adolf Baron Pittel, einer der Pioniere der österreichischen Betonindustrie, Gründer der heute noch bestehenden Baufirma Pittel & Brausewetter, ließ sämtliche Bauteile der Kirche, in seiner Weissenbacher Zement- und Betonwarenfabrik vorfertigen Am wunderschön gelegenen Arkadenfriedhof, der ebenfalls aus Betonfertigteilen seiner Fabrik entstand, mit Blick über Weissenbach und zum Peilstein, stehen künstlerisch gestaltete Grabdenkmäler u. a. der Familien Pittel, Negrelli, Franz Zell, etc.

Neuhaus im Wienerwald:

Durch Gemeindezusammenlegung 1971 wurde Neuhaus ein Ortsteil der Marktgemeinde Weissenbach. Neuhaus liegt im südlichen Wienerwald und war bereits ab dem 19. Jahrhundert bekannt als Sommerfrische mit Kurmöglichkeiten. Prachtvolle Villen und drei ehemalige Hotels mit Parkanlagen, errichtet von Simon Graf Wimpffen, geben noch Zeugnis der glanzvollen Vergangenheit des Ortes. 

1251 wurde die Burg Neuhaus als „novum castrum“ erstmals genannt. 1390 ist das Adelsgeschlecht der Inprucker für ca. 200 Jahre im Besitz der Burg. 1595 übernimmt Hanns Christoph I. Wolzogen die vereinigten Herrschaften Arnstein, Fahrafeld, Neuhaus und baut die Burg und Kirche aus. Nachdem die Herren von Wolzogen, die auch den Titel der Hofpostmeister von Innerösterreich trugen, 1628 wegen ihres evangelischen Glaubens das Land verlassen mussten, übernahm Kaiser Ferdinand II. den Besitz. Nach häufigem Eigentümerwechsel wurde 1683 die Burg durch die Türken zerstört.

1694 Errichtung einer Spiegelfabrik, eine der ersten Industriegründungen Österreichs mit Monopolstellung in der Monarchie, die bis 1838 in Betrieb war. In dieser Zeit wurde die Burg wieder aufgebaut und die Kirche, die dem Hl. Johannes von Nepomuk geweiht ist, im barocken Stil eingerichtet. Kirche und Burg wurden 1945 im Zuge der Kriegshandlungen zerstört. Die Schäden an Kirche und Burg wurden 1946 bzw. 1970 behoben. Weitere Restaurierungsarbeiten sind noch im Gange. In der Nähe befindet sich der Peilstein mit seiner Alpinschule. An den Peilsteinwänden übten bereits der Erstbesteiger der Eiger Nordwand, Fritz Kasparek und viele andere berühmte Kletterer.